KI-Adventskalender – Tag 20 von 24: Die eine Frage, die sich in jeder KI-Runde stellt – nur kaum jemand laut ausspricht

KI-Adventskalender – Tag 20 von 24: Die eine Frage, die sich in jeder KI-Runde stellt – nur kaum jemand laut ausspricht
Photo by Jonas Von Werne / Unsplash

In fast jeder Runde mit Geschäftsführer:innen taucht dieselbe leise Frage auf: „Wie viel muss ich davon eigentlich selbst verstehen, um verantwortungsvoll entscheiden zu können – ohne zum Techie zu werden?“; sobald man sie offen adressiert, wird vieles entspannter und klarer.

Inhalt

In fast jeder Gruppe mit Geschäftsführer:innen passiert irgendwann dasselbe:

  • Jemand lehnt sich zurück,
  • schaut kurz nach unten,
  • und sagt dann:
„Mal ehrlich: Wie viel von diesem KI-Thema muss ich eigentlich wirklich selbst verstehen?“

Diese Frage ist zentral – und gleichzeitig erstaunlich selten offen adressiert.


Was hinter dieser Frage steckt

Dahinter steckt oft:

  • die Sorge, „zu wenig zu wissen“,
  • die Angst, von Expert:innen oder dem eigenen Team überholt zu werden,
  • das Unbehagen, Entscheidungen zu treffen, deren technische Tiefe man nicht durchdringt.

Gerade Eigentümer:innen und Geschäftsführer:innen wollen:

  • nicht naiv wirken,
  • aber auch nicht die nächsten Jahre nur noch Fachartikel lesen.

Wie viel Verständnis braucht es wirklich?

Aus meiner Sicht brauchen Sie als Entscheider:in bei KI drei Ebenen von Verständnis:

  1. Prinzipien:
    Ein grobes Bild, wie KI-Modelle funktionieren, welche Arten es gibt (Text, Bild, Code etc.) und wo ihre Grenzen liegen.
  2. Geschäftliche Hebel:
    Ein Verständnis dafür, in welchen Arten von Aufgaben KI typischerweise Nutzen bringt (Texte, Strukturierung, Mustererkennung) – und wo nicht.
  3. Risiko- und Rahmenfragen:
    Datensensibilität, Vertraulichkeit, Qualitätssicherung, Verantwortlichkeit.

Was Sie nicht brauchen:

  • tiefe technische Kenntnisse der Modellarchitekturen,
  • die Fähigkeit, Modelle selbst zu trainieren,
  • jeden neuen Toolnamen zu kennen.

Warum es hilft, darüber in der Gruppe zu sprechen

Wenn mehrere Geschäftsführer:innen offen sagen:

  • „Ich habe an manchen Stellen schlicht keine Lust, mich in technische Details einzugraben“,
  • „Ich will eine solide Basis, aber kein Hobby daraus machen“,

dann entsteht Raum für eine realistische Rollenklärung:

  • Wo brauche ich selbst mehr Einblick?
  • Wo reicht mir eine klare, verständliche Einordnung von jemand anderem?
  • Welche Fragen sind meine – und welche sind Sache der IT oder Fachbereiche?

Genau diese Gespräche führe ich in Gruppen-Sessions immer wieder.


Was Sie aus einer Gruppen-Session dazu mitnehmen können

In der KI-Gruppen-Session für Entscheider:innen ist es völlig in Ordnung, Fragen zu stellen wie:

  • „Was ist an ChatGPT & Co. Substanz – und was ist nur Marketing?“
  • „Wie tief muss ich in Datenschutzthemen einsteigen?“
  • „Welche 3–5 Fragen sollte ich bei jedem KI-Vorschlag im Unternehmen stellen?“

Ziel ist nicht, dass Sie danach alles wissen.
Ziel ist, dass Sie wissen, was Sie WISSEN müssen – und was nicht.


Wenn Sie diese Frage nicht länger mit sich allein ausmachen wollen

Wenn Sie diese Unsicherheit teilen, sind Sie nicht allein – sie ist normal.

Wenn Sie das in einer kleinen, ehrlichen Runde mit anderen Entscheider:innen sortieren wollen:

→ Buchen Sie hier Ihre Teilnahme an der KI-Gruppen-Session für Entscheider:innen (90 Minuten, online – Pilotgruppe).