KI-Adventskalender – Tag 10 von 24: Realistische Erwartungen – wo KI heute im Mittelstand wirklich hilft (und wo nicht)

KI-Adventskalender – Tag 10 von 24: Realistische Erwartungen – wo KI heute im Mittelstand wirklich hilft (und wo nicht)
Photo by Myriam Zilles / Unsplash

TL;DR

Viele Diskussionen über KI schwanken zwischen Heilsversprechen und Untergangsszenarien – für mittelständische Unternehmen ist wichtiger: In welchen konkreten Aufgaben unterstützt KI heute zuverlässig, und wo ist der Aufwand oder das Risiko aktuell höher als der Nutzen?


Inhalt

In Gesprächen mit Geschäftsführer:innen erlebe ich zwei Extreme:

  • „KI wird alles verändern, wir müssen jetzt überall dabei sein.“
  • „Das ist alles überzogen, wir warten ab.“

Beides hilft nicht, wenn Sie als Eigentümer:in oder Geschäftsführung Verantwortung für Geld, Zeit und Menschen tragen.

Entscheidend ist ein realistischer Blick:
Wo hilft KI heute wirklich – und wo nicht?


Wo KI im Mittelstand heute zuverlässig unterstützt

Aus meiner Sicht gibt es einige Felder, in denen KI-Tools bereits heute stabil Mehrwert liefern:

  • Textnahe Aufgaben:
    E-Mails, Zusammenfassungen, Protokolle, FAQ-Entwürfe, Präsentations-Skizzen.
  • Strukturierung von Informationen:
    lange Dokumente ordnen, Kernpunkte herausarbeiten, Optionen und Risiken sichtbar machen.
  • Variantenbildung:
    unterschiedliche Formulierungen für unterschiedliche Zielgruppen (Kund:innen, Mitarbeitende, Aufsichtsgremien).
  • Ideen- und Entwurfsphase:
    erste Entwürfe für Prozesse, Checklisten, Leitfäden – die dann von Fachleuten geprüft und verfeinert werden.

In diesen Feldern ist der Hebel oft:
schneller zu einem „brauchbaren Entwurf“ kommen.


Wo KI derzeit häufig überschätzt wird

Eher skeptisch bin ich aktuell bei:

  • vollautomatisierten Entscheidungen ohne menschliche Prüfung, z. B. in HR oder bei Kredit-/Risikothemen.
  • komplexen, stark regulierten Prozessen, wenn keine saubere Datenbasis vorhanden ist.
  • „Wir ersetzen ganze Teams durch KI“-Versprechen, ohne klare Prozessanalyse und ohne Rücksicht auf Know-how-Verlust.

Dort ist das Risiko hoch, dass:

  • rechtliche Fragen ungeklärt sind,
  • die Qualität schwankt,
  • Vertrauen im Unternehmen erodiert.

Was das für Ihre nächsten 12–24 Monate bedeutet

Für die meisten mittelständischen Unternehmen ist in den nächsten 12–24 Monaten entscheidend:

  • Bewusst auswählen, wo KI unterstützen soll – nicht überall ein bisschen, sondern in einigen wenigen, klar definierten Aufgaben.
  • Prototypen bauen, statt Großprojekte zu starten – kleine, überschaubare Tests mit echtem Nutzen.
  • Learning-Schleifen etablieren – was funktioniert, was nicht, welche Regeln brauchen wir?

Das bedeutet:

  • weniger „KI-Strategie-Papiere“ über 50 Seiten,
  • mehr konkrete Use Cases, deren Nutzen Sie nach ein paar Wochen einschätzen können.

Wie wir diesen Realitätscheck in 90 Minuten machen

In der 1:1-KI-Session (90 Minuten, online) geht es genau darum:

  • Ihre aktuelle Situation und Erwartungen zu klären,
  • 2–3 realistische Use Cases für Ihr Unternehmen zu identifizieren,
  • dazu konkrete Prompts und erste Schritte zu definieren,
  • und klar zu benennen, wo KI bei Ihnen heute keinen Sinn ergibt.

Das Ergebnis ist kein Hype – sondern ein realistischer Plan für Ihre nächsten Schritte.


Wenn Sie weder im Hype noch im Stillstand stecken bleiben wollen

Sie müssen sich weder von Heilsversprechen treiben noch von Skepsis bremsen lassen.

Wenn Sie einen nüchternen, unternehmerischen Blick auf KI für Ihr Unternehmen wollen:

→ Buchen Sie hier Ihre 1:1-KI-Session für Entscheider:innen (90 Minuten, online) zum Einführungspreis.